Ein Herzspezialist fuhr am 30. August 2001 nachts in ein Verkehrshindernis in der Stadt Zürich, das weder markiert, noch signalisiert, noch beleuchtet war. Neben der Busse von CHF 400.00 und Gebühren von CHF 415.00 hatte er allein einen Fahrzeugschaden von CHF 17000.00 erlitten. Die Stadt Zürich weigerte sich, Schadenersatz zu zahlen.

Wie an einer Medienorientierung ausgeführt wurde, wandte sich der Arzt an die Stiftung AUTO ALLIANZ. Die beiden Stiftungsräte Michael E. Dreher und Bruno Baer, Rechtsanwalt, zogen die strafrechtliche Seite des Falles durch drei Instanzen, bis der Arzt schliesslich vom Obergericht des Kantons Zürich Vorwurf der Verkehrsregelverletzung gänzlich freigesprochen wurde und ei- ne Prozessentschädigung von CHF 4373.60 erhielt. Die Stadt Zürich zahlte schliesslich die Zivil- forderung CHF 23656.20, ohne es auf einen Schadenersatzprozess ankommen zu lassen. Am 30. 09. 2004 hatte der Arzt das Geld auf dem Konto. Kosten zulasten des Steuerzahlers CHF 28029.80, Aufwand der Gerichte nicht gerechnet.

Der Fall ist deswegen aussergewöhnlich, weil Beharrlichkeit und Zähigkeit gefragt waren, um zu- nächst den Strafprozess durch drei Instanzen zu ziehen und alsdann die Schadenersatzforderung bei der Stadt Zürich durchzusetzen. In Zürich werde eben nicht bestraft, «wer ein idiotisches Ver- kehrhindernis vorschriftwidrig aufstelle, sondern wer nachts und bei Regen in ein solches hin- einfahre», meinte Ex-Nationalrat Michael E. Dreher und «in dubio contra reum» scheine der Wahl- spruch der Zürcher Verkehrsjustiz unterer Instanzen zu sein.

Die Stiftung AUTO ALLIANZ hat Pilotprozesse in anderer Sache pendent, eine Informationskam- pagne folgt.